Arbeitsbewältigung

Ungeachtet der demographischen Entwicklung (wachsender Anteil älterer Arbeitnehmer_innen) ist der Erhalt bzw. die Steigerung der Arbeitsbewältigungfähigkeit für Mitarbeiter_innen jeden Alters eine sinnvolle Maßnahme, um für sich ändernde Rahmenbedingungen gerüstet zu sein.

Arbeitsbewältigungs-Coaching® (ab-c)

Logo Arbeitsbewältigungs-Coaching

Das Arbeitsbewältigungs-Coaching® gibt Denkanstösse und unterstützt vorsorgendes Handeln für den Erhalt der Arbeitsfähigkeit - sowohl beim Einzelnen als auf betrieblicher Ebene. Durch die partizipative und holistische Methode werden positive Auswirkungen bspw. auf Fehlzeitenreduktion, Fluktuation und Wissenserhalt ermöglicht.

Die/der Einzelne macht sich oftmals wenig Gedanken über Gesundheit - so lange diese besteht - und über das Altwerden im Beruf - so lange ihn niemand sein Altwerden spüren lässt. Das persönliche, vertrauliche Arbeitsbewältigungs-Coaching ermöglicht sich selbst ein Bild über seine heutige und insbesondere künftige Arbeitsbewältigung zu machen. Es motiviert, seine eigene berufliche Zukunft zu gestalten und unterstützt dort, wo es Beiträge von betrieblicher Seite her braucht, um die Arbeit gut und gerne weiter zu machen. Dieses Arbeitsbewältigungs-Coaching ist geeignet für alle Beschäftigten in jedem Alter: Je früher, umso besser bis ins hohe Erwerbsalter.

Das Arbeitsbewältigungs-Coaching beginnt beim Individuum, bleibt dort aber nicht stehen. Der zwingend nächste Schritt ist die zusammenfassende Auswertung, so dass die betrieblichen Entscheidungsträger_innen (Arbeitgeber_innen, Betriebsrät_innen, Führungskräfte, Belegschaftsvertreter_innen.) Steuerungs- und Gestaltungshinweise zum Erhalt und zur Förderung der Arbeitsbewältigung ihrer Belegschaft zu bekommen. Ziel dieses "Betrieblichen Arbeitsbewältigungs-Coachings" ist ein umsetzungsreifer und bedarfsgerechter Aktionsplan.

Wir werden immer mehr und immer älter

Quelle: Statistik Austria, Bevölkerung nach Alter und Geschlecht
Arbeitskräfte nach Altersgruppen

Der demographische Wandel ist keine utopische Zukunftsfantasie, sondern bereits Realtität. Die statistischen Daten machen deutlich: wir werden immer mehr und immer älter.

Österreich wächst, dank einer starken Immigration, weniger durch Geburtenüberschuss. Entsprechend ist bereits jetzt unabänderlich, dass der größte Teil der Personen, die bis 2030 dem Arbeitsmarkt zur Verfügung stehen werden, schon geboren ist.

Weiteres Faktum ist, dass die Bevölkerung zunehmend älter wird. 2004 lag der Anteil der 45-65jährigen bei 37%, zehn Jahre später bereits bei 42% - Tendenz steigend. Und auch die durchschnittliche Lebenserwartung geht nach oben.

Dadurch ergibt sich eine stetige Verschiebung des Altersscheitelpunkts nach oben. Anfang der 2000er Jahre waren die unter 40jährgen noch in der Überzahl, 2005 ergab sich statistisch ein ausgeglichener Anteil der Über- und Unter-40jährigen. 2014 hat sich das Blatt bereits gewendet: 54% der Bevölkerung ist älter als 40. Daraus folgt, dass diese Gruppe in den nächsten Jahren gemeinsam altern und sich in rund 20 Jahren mehr oder weniger kollektiv in die Pension verabschieden wird. In Kombination mit dem zunächst noch leichten Rückgang des Nachwuchses kommen also schon bald erhebliche Personalprobleme auf die Unternehmen zu. 

Fazit: dem Arbeitsmarkt stehen zukünftig weniger Arbeitskräfte zur verfügung, die aber zunehmend älter werden.

Was ist die "Arbeitsfähigkeit"?

Haus der Arbeitsfähigkeit | MTraining

Das wohl bekannteste Modell zur Arbeitsfähigkeit wurde vom finnischen Wissenschafter Juhani Illmarinen entwickelt. Er versteht darunter "... das Potenzial eines Menschen, einer Frau oder eines Mannes, eine gegebene Aufgabe zu einem gegebenen Zeitpunkt zu bewältigen. Dabei muss die Entwicklung der individuellen funktionalen Kapazität ins Verhältnis gesetzt werden zur Arbeitsanforderung. Beide Größen können sich verändern und müssen gegebenenfalls alters- und alternsadäquat gestaltet werden".

Die bildliche Beschreibung liefert Illmarinen mit dem "Haus der Arbeitsfähigkeit". In den vier Stockwerden werden die wesentlichen Einflussfaktoren auf die Arbeitsfähigkeit eines Menschen dargestellt:

  • Gesundheit
  • Kompetenz
  • Werte
  • Arbeit

Zusätzlich werden äußere Einflussfaktoren berücksichtigt, durch die die individuelle Arbeitsfähigkeit beeinflusst werden kann (Familie, Persönliches Umfeld, Regionale Umgebung sowie Gesellschaft, Kultur, Politik etc.).

Die Arbeitsfähigkeit lässt sich im sogenannten "Arbeitsbewältigungsindex" (ABI, oder WAI für Work Ability Index) messen und somit feststellen, welche Maßnahmen eine wirksame Verbesserung erzielen. Idealerweise wird eine Kombination verschiedener Aktionen auf allen Etagen des "Haus der Arbeitsfähigkeit" definiert und hierbei Mitarbeiter_innen und Betrieb gleichermaßen in die Pflicht genommen. 

Wie läuft der ab-c® Prozess ab?

Der Arbeitsbewältigungs-Coaching® Prozess | MTraining

Der Prozess zur Umsetzung des Arbeitsbewältigungs-Coaching® ist in mehrere Schritte unterteilt und wird von einem/r externen Expert_in begleitet:

Information an die Belegschaft
Bevor die einzelnen ab-c Gespräche durchgeführt werden, ist die Information an alle Mitarbeiter_innen der Organisation erforderlich, in der Ziele, Nutzen und der Ablauf des gesamten Prozesses erläutert wird. Wesentliche Kernaussage sind die Freiwilligkeit und Vertraulichkeit über die persönlichen Inhalte der individuellen Gespräche.

Individuelles ab-c
In Einzelgesprächen mit freiwilligen Mitarbeiter_innen und Führungskräften werden die Arbeitsbewältigungs-Coachings durchgeführt. Die dadurch generierte Informationen über mögliche Entwicklungsfelder der Organisation werden für den Ergebnis-Workshop anonymisiert aufbereitet.

Betriebliches ab-c
Aus den Ergebnissen der individuellen ab-c Gespräche wird der Arbeitsbewältigungs-Status der Gesamtbelegschaft errechnet, die anonymisierten Entwicklungsmaßnahmen für den Ergebnis-Workshop aufbereitet

Ergebnis-Workshop
Die in den individuellen und betrieblichen ab-c Gesprächen gewonnenen Informationen werden anonymisiert im Ergebnis-Workshop mit ausgewählten Entscheidungsträger_innen diskutiert und in konkrete Maßnahmen übertragen. Eine Teilnahme von Mitarbeiter_innen am Workshop ist wünschenswert, aber nicht erforderlich.

Ergebnis-Präsentation
Die im Ergebnis-Workshop gewonnenen Erkenntnisse und festgehaltenen Maßnahmen werden wieder allen Mitarbeiter_innen der Organisation kommuniziert.

Umsetzung Maßnahmen
Die Umsetzung der selbst definierten Maßnahmen erfolgt durch punktuelle externe Begleitung des ab-c Coaches. 

Wiederholung des Prozess
Nach ca. 2-3 Jahren startet der Prozess erneut von vorne um die Maßnahmen zu evaluieren, veränderte Bedürfnisse zu identifizieren und Entwicklungen zu erkennen.

Individuelles Beratungsgespräch

Sie haben Fragen zur Umsetzung in Ihrer Organisation? Sie möchten den Arbeitsbewältigung-Status für Ihren Betrieb eruieren? Vereinbaren Sie ein kostenloses persönliches Beratungsgespräch mit unseren Arbeitsbewältigungs-Expert_innen.